Auf der IAA München 2023, der ersten großen Automesse nach der Pandemie, dominieren chinesische Hersteller die Bühne. Besonders BYD sticht hervor: Der weltweit führende Hersteller von Elektroautos belegt den größten Messestand und zeigt sechs Modelle, darunter den BYD Seal, den Song PLUS EV und den Dolphin. Das Unternehmen nutzt die Messe, um seine aggressive Expansionsstrategie in Europa zu untermauern.
Mit über 145 geöffneten Geschäften in 15 europäischen Ländern, darunter Deutschland, Großbritannien und Frankreich, hat BYD bereits eine starke Präsenz aufgebaut. In Deutschland arbeitet der Hersteller mit sieben lokalen Händlern zusammen und ist in 17 Städten vertreten. Die Kostenführerschaft von BYD wird durch eine Studie der UBS bestätigt, wonach der BYD Seal etwa 15% günstiger zu produzieren ist als ein Tesla Model 3 und sogar 35% günstiger als ein vergleichbares europäisches Modell.
Während BYD in China aggressive Preise setzt, sind die Preise in Europa deutlich höher: Der BYD Seal kostet in Deutschland zwischen 44.900 und 50.990 Euro. Dies spiegelt die unterschiedlichen Marktbedingungen wider. BYD plant, sein Produktportfolio weiter auszubauen und strebt an, bis 2025 zu den drei größten Automobilherstellern der Welt zu gehören.