Im Strudel der globalen New-Energy-Branche zieht der internationale Expansionsweg eines chinesischen Unternehmens besondere Aufmerksamkeit auf sich.
Es ist nicht erst in den letzten beiden Jahren aufgebrochen, sondern begann bereits 1998 mit der Auslandspräsenz.
In mehr als zwei Jahrzehnten ist es vom Batterievertrieb und Auftragsfertigung über Elektrobusse, die Türen in entwickelten Ländern öffneten, zum weltweiten Verkauf von Personenkraftwagen gelangt. Heute baut es Fabriken im Ausland und beteiligt sich an der Gestaltung von Regeln – ein solider und glanzvoller Weg.
Dieses Unternehmen ist BYD.
Dieser Artikel zeichnet systematisch nach, wie BYD von einem kleinen Batteriebüro aus schrittweise ins Zentrum der globalen New-Energy-Bühne gelangte.
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Phase 1 (1998–2009): Leise Erkundung
Viele mögen vermuten, dass BYDs erste Auslandsstation die USA oder Japan war. Das ist nicht der Fall – die erste Station war die Niederlande.
1998 gründete BYD in den Niederlanden die erste Auslandsniederlassung als europäische Zentrale.
Damals war das Hauptgeschäft von BYD nicht das Automobil, sondern Batterien und Elektronik-Auftragsfertigung.
Als batteriegetriebenes Unternehmen brachte BYD zunächst sein Kerngeschäft – Batterien – auf den Überseemarkt.
Im folgenden Jahr, 1999, gründete BYD eine nordamerikanische Niederlassung und trat offiziell in den US-Markt ein.
Erst 2007 begann BYD, komplette Fahrzeuge ins Ausland zu exportieren und schloss Kooperationsvereinbarungen mit Händlern in Portugal, Angola und anderen Ländern – eine erste Erkundung des Fahrzeugexports.
In dieser Phase waren die Fahrzeugverkäufe zwar begrenzt, aber die Bedeutung war tiefgreifend. Sie half BYD, drei grundlegende Arbeiten zu erledigen:
- Erstens: praktische Erfahrung im internationalen Handel sammeln.
- Zweitens: die ersten Auslandstalente aufbauen.
- Drittens: international die Markenbekanntheit von BYD aufbauen.
Dies war die Grundlage für den späteren Fahrzeugexport.
Phase 2 (2010–2020): Einen anderen Weg einschlagen
Ab 2010 traf BYD eine Entscheidung, die damals recht „anders“ erschien: Statt hastig Limousinen auf den Weltmarkt zu bringen, verfolgte es die Strategie der „Elektrifizierung des öffentlichen Nahverkehrs“ – also die Fokussierung auf New-Energy-Busse und Elektro-Busse.
Die Logik dieser Wahl: Der Markt für Privatwagen ist bereits stark umkämpft, traditionelle Verbrenner-Marken aus Europa, Amerika, Japan und Korea dominieren seit hundert Jahren – ein frontaler Wettbewerb wäre schwierig. Elektro-Busse waren damals eine Blaue-Ozean-Strategie, und Busse als Aushängeschild einer Stadt können technische Stärke besser demonstrieren.
Die Strategie erwies sich als äußerst effektiv. 2013 baute BYD in Lancaster, Kalifornien, eine große Fabrik für reine Elektro-Busse – die erste Busfabrik eines chinesischen Automobilherstellers in den USA. Im selben Jahr begannen BYDs Elektro-Busse in Europa zu expandieren.
In London beispielsweise erreichte der Marktanteil von BYD-Elektrobussen zeitweise 80%. Das heißt, von zehn roten Bussen, die in London fuhren, stammten etwa acht von BYD.
Bis etwa 2020 waren die Nutzfahrzeuge von BYD in über 70 Länder eingedrungen, mit kumulierten Verkäufen von über 85.000 Einheiten und einem Marktanteil in Europa von 20%.
In dieser Phase öffnete BYD mit Nutzfahrzeugen eine Bresche in den Märkten der entwickelten Länder und bewies der Welt, dass chinesische New-Energy-Fahrzeuge nicht nur „brauchbar“, sondern auch „gut und zuverlässig“ sind – und schuf Vertrauen für den späteren Export von Personenkraftwagen.
Phase 3 (2021–2025): Die Welle nutzen
Der eigentliche Durchbruch begann 2021.
Im Mai 2021 startete BYD offiziell den „Export von Personenkraftwagen“, die erste Station war Norwegen – ein Land mit hoher Elektroauto-Durchdringung – das erste Modell war der Tang EV. Dies markierte eine neue Phase der Globalisierung von BYD.
2022 beschleunigte BYD die Expansion in Europa: Han, Yuan PLUS (Übersee-Version ATTO 3) kamen nacheinander in Deutschland, Italien, Schweden, Ungarn und anderen Märkten auf den Markt. BYDs Fahrzeuge waren immer häufiger auf europäischen Straßen zu sehen.
Von 2023 bis 2025 trat BYD in den „Raserei“-Modus ein. Ein Blick auf die Zahlen: 2025 übertraf der Export von BYD-Personenkraftwagen die 128.000 Einheiten-Marke, der kumulierte Export erreichte 878.000 Einheiten, ein Wachstum von 313,4% – mehr als eine Verdreifachung.
In Brasilien wurde BYD Verkaufssieger; auch in der Türkei, Großbritannien und Deutschland zeigte sich das Unternehmen stark. Man kann sagen: Von 2021 bis 2025 schaffte BYDs Personenkraftwagen-Sparte den Sprung vom „Testlauf“ zum „Mainstream“.
Phase 4 (2025 bis heute): Global verankern
Die letzte Phase, die derzeit läuft: die globale Verankerung.
Mit dem starken Anstieg der Übersee-Verkäufe kamen neue Herausforderungen: hohe Seefrachtkosten, lange Transportzeiten und das Risiko von Zöllen oder Handelsbarrieren in den Zielländern.
Daher ging BYD zu einer tieferen Ebene über – von „Autos verkaufen“ zu „Autos bauen“ und baute direkt Produktionsstätten im Ausland.
Seit September 2022 kündigte BYD nach und nach den Bau von New-Energy-Personenkraftwagen-Fabriken in Thailand, Usbekistan, Brasilien, Ungarn und Indonesien an.
Beispielsweise wurde die Fabrik in Rayong, Thailand, 2024 gegründet, mit einer geplanten Jahreskapazität von 150.000 Fahrzeugen, die nicht nur den thailändischen Markt, sondern auch den gesamten ASEAN-Raum und Europa beliefern sollen.
Die Fabrik in Ungarn wurde 2025 weiter vorangetrieben – dies ist BYDs erste Personenkraftwagen-Fabrik in Europa – ein beträchtlicher Teil der in Europa verkauften BYDs wird wahrscheinlich „Made in Hungary“ sein.
Damit ist der internationale Expansionsweg von BYD klar und geordnet: Vom Batterie-Auftragsfertiger über Nutzfahrzeuge als Vorreiter bis zum umfassenden Export von Personenkraftwagen und schließlich zur lokalen Produktion.
Glied um Glied, Schritt um Schritt – ein klassisches Beispiel für einen chinesischen Hersteller auf dem Weg in die Welt.
GIS
Zusammenfassung der Erfahrungen
Aus BYDs zwanzigjährigem Expansionsprozess lassen sich fünf Erfahrungen mit Vorbildcharakter ableiten.
Erstens: Die schwierigen Punkte zuerst angehen. BYD verkaufte nicht gleich Autos, sondern begann mit Batterie-Auftragsfertigung und -vertrieb und war jahrelang solide in den Niederlanden und den USA tätig. Diese grundlegende Arbeit sammelte internationale Handelserfahrung, Managementfähigkeiten für Auslandsteams und frühe Markenbekanntheit. Als der eigentliche Autoverkauf begann, waren viele Fallstricke bereits umgangen.
Zweitens: Den richtigen Durchbruch finden, statt frontal zu kämpfen. Angesichts des harten Wettbewerbs im Personenkraftwagen-Markt entschied sich BYD gegen einen frontalen Angriff und konzentrierte sich stattdessen auf Elektro-Busse. Diese Strategie vermied die Stärken traditioneller Automobilhersteller, sicherte einen 80%igen Marktanteil in London und die erste Busfabrik eines chinesischen Herstellers in den USA. Mit Nutzfahrzeugen eine Bresche zu schlagen und dann Personenkraftwagen zu exportieren, erwies sich als weise.
Drittens: Chancenfenster nutzen und entschlossen handeln. Als die globale New-Energy-Nachfrage 2021 explodierte, startete BYD entschlossen den Export von Personenkraftwagen. In den folgenden drei Jahren stieg der Export von einigen tausend Testfahrzeugen auf 878.000 Einheiten im Jahr 2025 – ein Wachstum von über 300%. Sobald ein kritisches Fenster erscheint, muss man alle Ressourcen bündeln – genau das tat BYD.
Viertens: Nach der Skalierung die Lokalisierung vertiefen. Wenn die Übersee-Verkäufe eine bestimmte Größe erreichen, stoßen reine Exporte auf Logistikkosten, Zollbarrieren usw. BYDs Antwort war die direkte Investition in Fabriken in Thailand, Ungarn, Brasilien usw., vom „Autoverkauf“ zum „Autobau“. Dies senkte nicht nur die Kosten, sondern verankerte das Unternehmen wirklich in den lokalen Märkten, nicht nur als vorübergehenden Gast.
Fünftens: Die ultimative Konkurrenz liegt in der Systemfähigkeit. BYDs internationale Expansion ist kein Einzelpunkt-Durchbruch, sondern die koordinierte Ausgabe der gesamten Industriekette. Kernkompetenzen wie Batterie, Motor und Steuerung sind selbst entwickelt, sogar eine eigene Flotte für den Fahrzeugtransport wurde aufgebaut. Vom Batterie-Auftragsfertiger über Nutzfahrzeuge bis hin zu Personenkraftwagen und Fabriken im Ausland – jeder Schritt dient einem vollständigen System. Ein starker Punkt kann kurzfristig gewinnen, aber nur ein starkes System hält lange durch.
GIS
Schlussbemerkung
BYDs zwanzigjähriger Expansionsweg – vom Batterie-Auftragsfertiger über Nutzfahrzeuge als Vorreiter bis zum umfassenden Export von Personenkraftwagen und schließlich zur Produktion im Ausland – ist Glied um Glied, Schritt um Schritt.
Dieser Weg hat keine Abkürzungen, er beruht auf tiefem Branchenverständnis, gutem Timing und der Beharrlichkeit eines langfristigen Ansatzes.
Der Fall BYD zeigt chinesischen Unternehmen eine andere Möglichkeit der Internationalisierung: Nicht überstürzen, nicht frontal angreifen, sondern den eigenen Rhythmus und Durchbruch finden – auch so kann man ins Zentrum der Weltbühne gelangen. Das ist vielleicht die wertvollste Lehre, die dieser Fall den Nachfolgern hinterlässt.
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Die GIS Global Innovation Exhibition & Global Innovation Summit 2026 · Hongkong wird vom 24. bis 27. August 2026 in Hongkong stattfinden:
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- Durchführung: Beijing Gaochuang Huizhi Technology Co., Ltd., Beijing Zhongji Shengshi Intelligent Technology Co., Ltd. (2045 Accelerator), Shanghai Suyuan Information Technology Co., Ltd.
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