Laut ausländischen Medienberichten ist BYD, das in den letzten zwei Jahren eine große Anzahl von Elektrofahrzeugen exportiert hat, daran interessiert, in Europa ein Werk von anderen Automobilherstellern zu übernehmen. Das Unternehmen führt bereits Gespräche mit mehreren Herstellern.

Ein für die internationale Expansion zuständiger Manager von BYD gab in einem Interview bekannt, dass die Gespräche nicht nur mit Stellantis, sondern auch mit anderen Herstellern über die Übernahme eines Werks geführt werden.

Der Manager erklärte weiter, dass BYD nach möglichen Werken in ganz Europa sucht, um die verfügbaren Kapazitäten zu nutzen. Es werde bereits über die Übernahme ungenutzter Werke in Italien und anderen europäischen Ländern verhandelt.

Die Medienberichte deuten darauf hin, dass BYD lieber ein eigenes Werk besitzen und selbst betreiben möchte, anstatt ein Joint Venture mit anderen Herstellern einzugehen.

Die Gespräche von BYD über die Übernahme eines Werks in Europa stehen offenbar im Zusammenhang mit dem gestiegenen Absatz auf dem europäischen Markt.

Aus den Produktions- und Verkaufszahlen von BYD geht hervor, dass die Exporte von Elektrofahrzeugen seit November letzten Jahres sechs Monate in Folge über 100.000 Fahrzeuge lagen. In den ersten vier Monaten dieses Jahres wurden 456.263 Fahrzeuge exportiert, ein deutlicher Anstieg gegenüber 285.170 im Vorjahreszeitraum.

Ein Teil der von BYD exportierten Fahrzeuge wird nach Europa verkauft. Gerüchten zufolge hat BYD in Großbritannien bereits Tesla überholt und ist zur meistverkauften Elektroautomarke geworden. Der Denza Z9 GT wird bereits in Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien und Großbritannien verkauft. Bis Ende dieses Jahres soll die Präsenz auf 30 Länder ausgeweitet werden.

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